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In Mai und Oktober 2024: Nordlichter bis zu den Alpen

Meine ersten Nordlichter sah ich auf einer Schiffsreise im Winter, als ich mit einem Postschiff von Hurtigruten von Bergen nach Kirkenes und wieder zurück fuhr. Es ist unbeschreiblich emotional, wenn man sein erstes Polarlicht im Leben sieht, ein spektakuläres Naturereignis, das man niemals in seinem Leben wieder vergisst und das einfach jeden in seinen Bann zieht. Ich habe damals den Rat unseres Kapitäns beherzigt, der sagte: "Wenn Sie Ihr erstes Polarlicht am Himmel sehen, lassen Sie die Kamera in der Tasche stecken und geniessen Sie es zu 100 Prozent. Nehmen Sie es ganz in sich auf! Erst nach einer Weile fotografieren Sie es dann." Er hatte vollkommen Recht, diesen Moment vergesse ich nie wieder.
Inhaltsverzeichnis
- Polarlichter im Sauerland, so habe ich es erlebt
- Polarlichter - Wie entstehen sie überhaupt?
- Polarlichter in unseren Breiten - Warum jetzt?
- Was hilft dir bei der Vorhersage von Polarlichtern?
- Hilfreiche Links zu wichtigen Seiten für die Polarlichtvorhersage
- Webcamseiten zur Polarlichtkontrolle
- Polarlichtwarnlisten für dein Smartphone
- Vorraussetzungen und Fazit
- Wie fotografiere ich Polarlichter?
Und nun ist Polarlicht in diesem Jahr schon des öfteren über ganz Deutschland zu sehen gewesen, mal nur fotografisch, aber auch mit den eigenen Augen, wenn dann auch wesentlich schwächer in den Farben. Dann allerdings "sah" die Kamera die Farben prächtig grün, pink, rot, orange und gelb. Unglaublich!
Mai 2024 - Polarlichter im Sauerland, so habe ich es erlebt:
Mir war zwar bekannt, dass man die Polarlichter mit ein wenig Glück mal im Norden Deutschlands, also Rügen usw. und an den Küsten von Nord- und Ostsee knapp über dem Horizont vor die Kameralinse bekommt, ohne dass man die Lichter mit den Augen wirklich erkennen kann. Niemals hätte ich vor dem 10. Mai damit gerechnet, sie hier in NRW selbst erleben zu können. Ich hörte schon hin und wieder in den letzte Monaten davon, dass man hier über NRW möglicherweise fotografisches Polarlicht (nur die Kamera sieht es) aufnehmen könnte. Hin und wieder sah ich ein Foto in den sozialen Medien. Als in den Tagen vor dem 10. Mai in entsprechenden Medien von vielleicht ankommendem Polarlicht bei uns hörte, dachte ich an solches, das nur meine Kamera sehen kann: ein grüner oder vielleicht rosaner Streifen knapp über dem nördlichen Horizont. Das wollte ich mir diesmal nicht entgehen lassen, zumal das Wetter sehr wahrscheinlich mitspielen würde. Nur über dem nördlichen Horizont erwartete man eine Wolkenschicht, von der ich hoffte, sie würde nicht zu hoch sein und das Polarlicht verdecken.
Also fahre ich gegen 22:30 Uhr, als es dunkel ist, oben auf die Haar. Von hier aus habe ich freien Blick über die Soester Börde in Richtung Norden. Ich trete an den Rand eines Feldes, schaue angestrengt zum Horizont und sehe erstmal nur einen schwarzen Sternenhimmel. Als ich nach links, also nach Westen schaue, sehe ich eine gerade untergehende Mondsichel und... Hä? Warum sieht der Himmel im Westen so pink aus? Das kann doch nicht sein! Polarlicht im Westen? Ich bin so verwirrt, dass ich tatsächlich für einen Moment glaube, die Himmelsrichtungen vertauscht zu haben. Ich halte meine Handykamera testweise in die Richtung, drücke ab und kann nicht glauben, was mir mein Handy zeigt: der gesamte Himmel ist pink und im unteren Bereich grün, mittendrin eine leuchtende Mondsichel. Das gibt es doch nicht!
Ich renne fast zum Auto zurück und baue in aller Eile Stativ und Kamera auf, kümmere mich um alle nötigen Einstellungen und schieße ein erstes Foto (siehe Foto oben). Dann ein zweites in Richtung Norden und... BÄHM, auch dort leuchtet der Himmel bis weit hinauf. Dann in Richtung Osten, es ist total irre, denn auch dort flackert der Himmel. Ich wollte von Anfang an ein Time Lapse (Zeitraffer) "drehen" und halte auch an dem Plan fest. Dafür muss man, um einige Sekunden Film zu füllen, mindestens 400, besser noch mehr Bilder schießen, ohne die Position von Kamera und Stativ zu verändern. Soll heißen, ich muss mich für eine Richtung entscheiden, denn ich kann trotz Weitwinkelobjektiv nicht den gesamten Himmel abdecken. Ich entscheide mich für den Nordosten, weil dort mittlerweile heftige Bewegung am Himmel zu erkennen ist.
Und während das Klicken meiner Kamera regelmäßig fortlaufend ertönt, nimmt das Wabern weißer Schlieren am Himmel (so nehmen meine Augen das Polarlicht war) stetig zu. Irgendwann wabert es am ganzen Himmel über mir bis weit hinter mir und ich weiß, der ganze Himmel muss farbig sein! Ungläubig, fasziniert, total glücklich und dankbar, dies erleben zu dürfen, stehe ich mit offenem Mund mutterseelenallein auf dem Feld, kann nicht glauben, was hier passiert. Bis gegen 2 Uhr nachts geht das so weiter, mit nur einer kürzeren Phase des Nachlassens gegen 23:30 Uhr. Ich fahre erst nach Hause, als die Kamera nur noch schwache Farben wiedergibt.
Polarlichter - Wie entstehen sie überhaupt?
Ursache für das faszinierende Naturschauspiel der Polarlichter (oder auch Aurora oder Nordlichter genannt) sind Sonneneruptionen. Das sind sind energiereiche Strahlungsausbrüche, auch Flares genannt. Diese können zu einem „coronalen Massenauswurf“ (CME) führen, durch die eine Wolke aus geomagnetischen Plasmapartikeln ins All geschossen wird. Treffen diese Partikel auf das Magnetfeld der Erde und nimmt dieses die Partikel auf, werden sie in Richtung Nordpol und Südpol abgeleitet. Die Teilchen werden an den Polen zu einem ovalen Gürtel hingelenkt, in dem etwa 90 Prozent aller Polarlichter auftreten – vor allem zwischen dem 65. und 75. Breitengrad. Es kommt zu elektrischen Entladungen, die letztendlich für das Leuchten am Himmel verantwortlich sind.
Ist ein CME besonders heftig, wird eine so große Menge von Partikeln ins All geschleudert, die für besonders starkes Polarlicht sorgen kann, das möglicherweise bis nach Italien reicht. Das ist zwar recht selten, ist aber in Mai und Oktober diesen Jahres schon so geschehen!
Polarlichter in unseren Breiten - warum jetzt?
Immer wieder werde ich gefragt: Wann gibt es das nächste Polarlicht? Wo wird das vorhergesagt? Um wieviel Uhr findet es statt und wie lange dauert es an? Warum gab es das früher nie?
Diese Fragen sind leider zum Teil nicht so genau zu beantworten! Das Zusammenspiel von Sonne und Erde ist derart komplex, dass es auf manche Frage keine klare Antwort geben kann. Es war schon ganz sicheres Polarlicht angesagt und es passierte die ganze Nacht gar nichts, so wie umgekehrt nichts vorhergesagt wurde und doch wurde welches gesehen. Es geht in der Polarlichtvorhersage immer um Wahrscheinlichkeiten!
Ich werde versuchen, mein Laienwissen möglichst einfach weiterzugeben. Sieh es mir bitte nach, wenn sich der eine oder andere Fehler einschleicht. Wenn dir ein solcher auffällt, schreib es mir gerne in die Kommentare oder schicke mir eine Email.
Erhöhte Sonnenaktivität
Was zur Zeit passiert, ist, dass wir uns momentan in einer Phase erhöhter Sonnenaktivität im aktuellen 11 jährigen Sonnenzyklus befinden.
Und das finde ich nun wirklich spannend: Alle 11 Jahre kehren sich die magnetischen Pole der Sonne am Ende des Zyklus' um!
Das bedeutet, dass der magnetische Nordpol zum magnetischen Südpol wird und umgekehrt. Dies führt vermehrt zu verschiedenen Phasen, in denen die Sonnenaktivität, einschließlich Sonnenstürmen und Sonnenflecken, mal zunimmt und mal abnimmt.
Momentan befinden wir uns in einer solchen zunehmenden und zusätzlich sehr aktiven Phase. Daher sind die Chancen, in niedrigeren Breiten wie Mitteleuropa Polarlichter zu sehen, im Moment besonders gut – und für das nächste Jahr stehen die Chancen ebenfalls hervorragend!
Sonnenflecken und geomagnetische Stürme
Ursache für Ausbrüche auf der Sonne sind in der Regel Sonnenflecken, die auch in Gruppen auftreten können. Die Beobachtung dieser Sonnenflecken und ihrer Entwicklung hilft dabei, schon früh erkennen zu können, ob ein geomagnetischer Sturm "im Anmarsch" ist, der vielleicht zu Polarlichtern führen könnte. Drei der wichtigsten Ereignisse, die zu geomagnetischen Stürmen führen können:
Es gibt noch viele weitere Einflüsse, aber diese drei sind die wichtigsten.
Die Sonne wird von Institutionen wie NASA (Nationale Luft- und Raumfahrtbehörde), ESA (Europäische Weltraumorganisation) und noch einigen anderen Institutiunen überwacht. Mit Hilfe verschiedener Instrumente wie Satelliten, Teleskope, Raumsonden usw. können Sonnenstürme und deren Stärke gut eingeschätzt werden.
INFO: Satelliten
Satelliten ermöglichen durch ihre Beobachtungen, Messungen und Frühwarnungen, dass wir die Auswirkungen von Sonnenstürmen auf die Erde besser verstehen, ihre Gefahren rechtzeitig erkennen und Schutzmaßnahmen einleiten können.
Sozusagen ein schöner Nebeneffekt der Überwachung der Sonnenaktivität ist die Tatsache, dass man dank der gesammelten Daten der Satelliten auch eine Wahrscheinlichkeit abschätzen kann, wann und wo Polarlichter auftreten werden.
Die Satelliten der NASA (SOHO und SDO) können:
-
Koronale Massenauswürfe (CMEs) und Sonneneruptionen messen
Sie stellen fest, wenn Plasma mit geladenen Teilchen von der Sonne ins All geschleudert werden. Sie liefern also die ersten Signale, bevor diese Partikel die Erde erreichen. -
Den Sonnenwind messen
...also das Messen des Stroms geladener Teilchen, der von der Sonne ausgeht. Diese Daten sind wichtig, um die Stärke und Geschwindigkeit des Sonnenwinds zu bestimmen und vorherzusagen, wann er die Erde erreicht. -
Das Magnetfeld überwachen
Hiermit kann beurteilt werden, wie stark ein Sonnensturm das Erdmagnetfeld stören wird. Wenn das Magnetfeld des Sonnenwinds mit dem Erdmagnetfeld in Kontakt tritt, können geomagnetische Stürme entstehen, die zu Polarlichtern führen, aber auch Satelliten und Stromnetze auf der Erde beeinträchtigen können. -
Früh vor geomagnetischen Stürmen warnen
Der Satellit DSCOVR befindet sich etwa 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Dort kann er den Sonnenwind messen, bevor er die Erde etwa 30-60 Minuten später erreicht. Das gibt den Wissenschaftlern Zeit, um etwaige Maßnahmen ergreifen zu können, die den Schutz von Technologien und Infrastruktur auf der Erde bedeuten.
Was hilft dir bei der Vorhersage von Polarlichtern?
Es gibt erste wichtige Hinweise und Werte, die man im Blick haben sollte, um die Polarlichtwahrscheinlichkeit beurteilen zu können. Es gibt sicher noch viele Werte mehr, aber für einen Laien wie mich sind die folgenden erstmal ausreichend. Beobachten kannst du diese entscheidenden Werte auf Seiten wie Polarlichtvorhersage, NOAA und Spaceweatherlive (siehe unten unter "Hilfreiche Links...")
1. KP-Wert
Der sogenannte KP-Wert ist ein erster Anhaltspunkt und misst die geomagnetische Aktivität auf einer Skala von 0 bis 9. Bei einem KP-Wert von 1 ist die Aktivität schwach, und das Polarlicht ist oft nur als grüner Schimmer in den hohen Breitengraden, z.B. in Island, zu sehen. Ab einem KP-Wert von 4 spricht man von einem geomagnetischen Sturm, und das Lichtspektakel erweitert sich in kräftigere Farben wie Rot und Blau. Polarlichter sind dann möglicherweise bereits bis Schottland zu sehen. Extreme geomagnetische Stürme mit einem KP-Wert von 9 versprechen einen wirklich seltenen Anblick: Polarlichter können dann in ganz Deutschland, teils sogar in Südeuropa bewundert werden – es gab Sichtungen bis in die Alpen und nach Italien!
Übrigens: Der bis heute größte gemessene Sturm war im Jahr 1859 das Carrington-Ereignis, Polarlichter waren sogar bis zur Küste Südamerikas zu sehen.
Merke: Je höher der KP-Wert, desto stärker das mögliche Polarlicht und desto weiter südlich kann es sichtbar werden!
Etwa ab den KP-Werten 4 und 5 ist dieser Fall sehr wahrscheinlich. Das Auftreten von Polarlicht lässt sich nicht über den KP-Wert alleine beschreiben. Dieser stellt nur einen groben Richtwert dar.
2. BZ-Wert
Der BZ-Wert spielt eine entscheidende Rolle bei der Vorhersage von Polarlichtern, da er die Ausrichtung des Magnetfelds im Sonnenwind angibt – und ob es sich „nordwärts“ oder „südwärts“ bewegt. Die Ausrichtung bestimmt, wie intensiv sich die geladene Teilchen mit dem Erdmagnetfeld verbinden oder ob sie von diesem eher abprallen.
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Negativer BZ-Wert (nach Süden) : Wenn der BZ-Wert negativ ist, richtet sich das Magnetfeld des Sonnenwinds entgegengesetzt zum Erdmagnetfeld aus. Das bedeutet, die geladene Teilchen des Sonnenwinds können viel leichter in die Erdatmosphäre gelangen und intensive Polarlichter entstehen. So wird das Lichtspiel auch in niedrigeren Breiten, abseits der Polarregionen, sichtbar.
-
Positiver BZ-Wert (nach Norden) : Ist der BZ-Wert positiv, ist das Magnetfeld des Sonnenwinds nach Norden gerichtet. Hier „verläuft“ es parallel zum Erdmagnetfeld, was die Wechselwirkung abschwächt und die Polarlichter in den hohen Breitengraden konzentriert.
Merke: Ein negativer BZ-Wert erhöht die Chancen auf ein spektakuläres Farbenspiel am Himmel auch in unseren Breiten. Für die Polarlichtvorhersage ist der BZ-Wert unerlässlich.
3. Sonnenwind - Geschwindigkeit und Dichte
Je schneller der Sonnenwind, desto stärker die Interaktion mit dem Erdmagnetfeld, was Polarlichter wahrscheinlicher macht (idealerweise über 500 km/s).
Eine hohe Dichte geladener Teilchen verstärkt die geomagnetischen Störungen und kann die Polarlichtintensität erhöhen.
4. BT-Wert
Die Gesamtstärke des Magnetfelds im Sonnenwind, gemessen in Nanotesla (nT). Ein hoher Bt-Wert verstärkt die potenzielle Wechselwirkung mit dem Erdmagnetfeld und somit auch die Intensität der Polarlichter.
Hilfreiche Links zu wichtigen Seiten für die Polarlichtvorhersage
Hier sind die wichtigsten Websites für dich, die auch mich bisher bei der Polarlichtvorhersage sehr gut unterstützt haben! Ich habe sie danach sortiert, in welcher Reihenfolge ich sie
nutze.
Polarlichtwahrscheinlichkeit in Echtzeit
http://theusner.eu/aurora/realtime_map
Diese tolle Seite zeigt in Echtzeit eine Karte der aktuellen Polarlichtaktivität zu verschiedenen Zeiten: aktuell, vor 1 Stunde, vor 6 Stunden. In einer vierten Maske kann man oben 12 Stunden oder 24 Stunden zusätzlich eingeben. Die Karte aktualisiert sich ständig selbst. Merke dir deinen aktuellen ungefähren Standort auf der Karte und du kannst beurteilen, ob es sich lohnt, loszufahren oder nicht. Sobald es an deinem Standort grün wird (50-90%), kann deine Kamera sehr wahrscheinlich Polarlichter sehen, ab Gelb siehst du es möglicherweise mit den eigenen Augen.
Polarlicht-Vorhersage für Deutschland
https://www.polarlicht-vorhersage.de/
Eine großartige Zusammenstellung aller wichtiger Daten und Links von Andreas Möller aus Berlin, um das Auftreten von Polarlichtern in Deutschland vorherzusagen. Hier findest du
Echtzeit-Daten (z.B. KP-Werte und BZ-Wert) zur Bestimmung der Polarlichtwahrscheinlichkeit, interessante Webcams und vieles mehr.
Aurora Echtzeitkarte
Echtzeitkarte für das Auftreten von Polarlichtern. Du kannst sehen, wie weit südlich die Polarlichter aktuell auftreten.
LP Indie - Youtube Kanal für Astronomie und Wissenschaft
Interessante Videos mit guten Erklärungen für Astronomie-Laien! Er wertet unter anderem die Live Daten von Space Weather und NOAA Emergency Management aus (siehe die nächsten beiden Punkte!), um die Wahrscheinlichkeit von Polarlichter vorherzusagen. Spannend sind auch seine Livevideos, in denen er die Polarlichter live begleitet!
Video: Extremer Sonnensturm auf dem Weg zur Erde - NOAA warnt vor G4
LP Indie sagt am 9.10.24 Polarlichter für den nächsten Abend vorher.
Video: Update Sonnensturm Impact 10.10.2024 - 25% Wahrscheinlichkeit für G5
In diesem Video erklärt LP Indie, wie du die Werte von NOAA und Spaceweather selbst auswerten kannst, finde ich richtg gut!
Video: Solares Maximum erreicht - Die nächsten Monate werden spannend
Laut NASA/NOAA befinden wir uns jetzt im solaren Maximum. Das bedeutet, dass es eine höhere Wahrscheinlichkeit für Ausbrüche und somit auch für Polarlichter geben wird.
NOAA - Weltraumwetter Vorhersagezentrum
Spaceweatherlive- Polarlichtaktivität in Echtzeit
https://www.spaceweatherlive.com/de/polarlichtaktivitat/echtzeit-polarlichtaktivitat.html
Webcam Seiten zur Polarlichtkontrolle
Um zu kontrollieren, ob es im Norden schon Polarlichter zu sehen gibt, schaue ich auf verschiedenen Webcams nach. Am liebsten schaue ich zunächst zum Nordkapp, Norwegens nördlichster Webcam. Dann
arbeite ich mich hinab bis Amrum, Flensburg oder/und Rügen. Sobald im Norden Deutschlands auf den Webcams Polarlichter auftauchen, stehen die Chancen gut, dass wir auch ein wenig später bei uns
in Mitteldeutschland Polarlichter am Himmel sehen, entweder mit der Kamera oder später auch mit den eigenen Augen.
Nordkapp auf Panomax.com
Polarlicht-Warnlisten für dein Smartphone
Es gibt zwei sehr interessante Warnlisten für Polarlichter, für die du dich per Handy anmelden kannst. Sobald die Wahrscheinlichkeit für Polarlichter steigt, bekommst du über Telegram automatisch eine Nachricht. Das ist super dafür geeignet, dich darauf aufmerksam zu machen, das was passiert und du bist für die nächste Nacht vorgewarnt!
1. Telegram Warnungen für Polarlicht-Wahrscheinlichkeit
2. Telegram Warnungen für Echtzeit Polarlicht
Vorraussetzungen und Fazit
Grundsätzlich gute Vorraussetzungen schaffen:
- es muss dunkel sein
- freier Blick in Richtung Norden
- möglichst außerhalb der Stadt mit weniger Lichtverschmutzung
- keine Bewölkung oder zumindest große Wolkenlücken
Wann ist die Wahrscheinlichkeit am größten, bei uns Polarlichter zu sehen? Kurz und knapp:
- Bei einem Sonnensturm ab der Stärke G4
- KP-Wert ab 4
- BZ-Wert im Minus
- Werte für Geschwindigkeit und Dichte des Sonnenwinds und Magnetfeldstärke (BT-Wert) schnellen schlagartig nach oben und ca. 40 Minuten später gehts los.
Mein Tipp: Fotografiere einfach mal mit deinem Handy im Nachtmodus in Richtung Norden! Wenn du auch kein Polarlicht sehen kannst, deine Handykamera kann es, wenn es da ist!
Auch in der Stadt ist es möglich, Polarlichter zu sehen, wenn der geomagnetische Sturm sehr stark ist. Das Foto unten ist beispielsweise bei mir zu Hause in Arnsberg auf dem Balkon entstanden.
Wie fotografiere ich Polarlichter?
In meinem gleichnamigen Blogartikel zeige ich dir wie's geht:
Gib mir in den Kommentaren oder per Email (info@brittasiehtdiewelt.de) gerne ein Feedback, ob dir mein Artikel ein wenig geholfen hat, das Thema Polarlichter besser zu verstehen. Auch für konstruktive Kritik bin ich immer zu haben, vielen Dank!
Deine Fragen - meine Antworten
Sieht man die Polarlichter mit bloßem Auge oder nur über den Umweg Foto?
So deutlich farbig wie auf meinen Fotos und Videos kannst du es mit deinen Augen leider nicht sehen, daher der Begriff "fotografisches Polarlicht"! So farbig kann es nur der Kamerasensor erkennen. Im Mai und Oktober jedoch, woher ja meine Bilder stammen, habe ich das Grün und Rosa auch mit meinen Augen sehen können, aber halt viel schwächer. In nördlicheren Breiten kann das anders aussehen, dort ist das Polarlicht oft so kräftig, dass du es auch mit deinen Augen sehr gut sehen kannst. Aber auch hier gilt: Die Kamera sieht es noch viel besser!
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